Punkteabbau durch Fahreignungsseminar (FES), Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF), MPU-Vorbereitung, Überprüfung der Fahreignung,
verkehrspsychologische Leistungstests nach Anlge 5 Nr. 2 FeV

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Beratung älterer Verkehrsteilnehmer hinsichtlich der Fahrtauglichkeit

Senior

Autos müssen in Deutschland regelmäßig zum TÜV, Autofahrer aber nicht. Anders als zum Beispiel in den Niederlanden, Spanien oder Italien wird hier der Führerschein auf Lebenszeit erteilt. Im Jahr 2011 gab es insgesamt rund 54 Millionen Führerscheinbesitzer in Deutschland, nach Auskunft des Kraftfahrtbundesamtes sind davon gut 9,5 Millionen 65 Jahre oder älter. Autofahrer von über 75 Jahren sind längst keine Seltenheit mehr, selbst Hochbetagte tun sich schwer, auf ihren fahrbaren Untersatz zu verzichten, denn Autofahren ermöglicht Senioren ein eigenständiges Leben. Dank demografischem Wandel, einem allgemein besseren Gesundheitszustand und einer hohen Pkw-Verfügbarkeit wird die Zahl der motorisierten Rentner weiter steigen. Bereits jetzt ist das Auto mit 34 Prozent das liebste Verkehrsmittel in der Altersklasse der 60-Jährigen, der öffentliche Personennahverkehr rangiert hier deutlich abgeschlagen mit 6 Prozent auf dem letzten Platz. Die »Babyboomer« kommen in die Jahre und damit eine Generation, die ihr Leben lang Auto gefahren ist und es auch weiterhin tun wird.

Die Sicherheit im Straßenverkehr ist abhängig von der richtigen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Das Autofahren beansprucht einen jeden von uns ganz erheblich. Die mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges verbundenen Risiken können nur beherrscht werden, wenn der Fahrer während der Fahrt auch genügend leistungsfähig ist. Fest steht, dass der natürliche Alterungsprozess Einbußen bringt. In welchem Alter diese einsetzen, lässt sich allerdings nicht verallgemeinern.

Das kalendarische Alter sagt wenig über die Leistungsfähigkeit eines Menschen aus. „Das Alter ist nur eine Zahl.“
 


Wie fit sind Sie am Steuer?

Als Autofahrer glaubt man gern, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer rücksichtslos sind, kurzsichtig oder schlicht "nicht verkehrstauglich". Doch wie sieht es mit Ihrer eigenen Verkehrstauglichkeit aus? Überprüfen Sie Ihre Fitness am Steuer mit dem Test der Ärztin Dr. Hannelore Hoffmann-Born.
 
11 Fragen zur Selbsteinschätzung sind zu beantworten. Für jedes "ja" gibt es eine bestimmte Punktzahl. Die Auswertung finden Sie unten.

o Fällt mir das Fahren bei Nacht oder in der Dämmerung besonders schwer und blenden mich häufig entgegenkommende Fahrzeuge? (1 Punkt)

o Sind mir in letzter Zeit nicht erklärbare Unfälle oder Beinahe-Unfalle passiert? (4 Punkte)

o Verfahre ich mich öfter? (1 Punkt)

o Wird mir das Autofahren (im Gegensatz zu früher) immer anstrengender? (1 Punkt)

o Fällt es mir schwer die Geschwindigkeit anderer Autos z. B. auf der Autobahn richtig einzuschätzen? (2 Punkte)

o Hat mich jemand schon mal auf meinen Fahrstil angesprochen, oder fährt man nicht mehr gern mit mir? (2 Punkte)

o Fühle ich mich in fremder Umgebung oder im dichten Stadtverkehr zunehmend unsicher? (1 Punkt)

o Habe ich das Gefühl, in kritischen Situationen langsamer als früher zu reagieren? (1 Punkt)

o Bin ich unsicher, wenn ich auf eine Hauptverkehrsstraße (ohne Ampelregelung) einbiegen will? (2 Punkte)

o Bin ich tagsüber vermehrt müde – auch am Steuer? (2 Punkte)

o Hupen andere öfter ungeduldig? (1 Punkt)

 

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Was kann ADIUVMAUS-MobilitätsCoaching für Sie tun?

Unsere Beratungen sollen Ihnen helfen, die Einhaltung dieser Sorgfaltspflichten zu erleichtern.

Sie dienen außerdem als Anleitung, Ihren Gesundheitszustand und Ihr Wissen über neue Regelungen im Straßenverkehr oder das Wissen über körperliche Vorgänge und die Fahrtüchtigkeit in Zukunft selbst überprüfen und beobachten zu können. Das erfordert jedoch ein hohes Maß an Selbstkritik, denn Schwächen müssen eingestanden werden.

Bei ADIUVAMUS-MobilitätsCoaching haben Sie (ggf. in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt) die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Ihre Kraftfahreignung durch einen verkehrspsychologischen Leistungstest mittels Wiener Testsystem (WTS) gemäß Anlage 5 Nr. 2 FeV überprüfen zu lassen. Dabei werden Ihre Belastbarkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsleistung, Aufmerksamkeitsleistung / Beobachtungsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit überprüft.

Bei Hinweisen auf Tagesschläfrigkeit (siehe Anlage 4 FeV, Nr. 11.2) haben wir außerdem die Möglichkeit, den Leistungstest um einen Vigilanztest zu erweitern.

Auch bei einem negativen Testergebnis brauchen Sie keine Bedenken zu haben, dass dadurch Ihre Fahrerlaubnis automatisch in Gefahr ist. Wir unterliegen der Schweigepflicht und geben keine Testergebnisse an die Straßenverkehrsbehörden weiter! Im Rahmen unseres Netzwerkes mit Ärzten, Psychologen, Psycho- und Physiotherapeuten versuchen wir für Sie Lösungen zu finden, Ihre Kraftfahreignung zu erhalten oder wiederherzustellen.

Unser Ziel ist es, Ihre Mobilität mit dem Kraftfahrzeug so lange wie möglich zu erhalten.

 


Bin ich noch fahrtauglich? Verschiedene Sichtweisen

Fahreignung aus der Sicht des Kraftfahrers:

Autofahren bedeutet mobil und unabhängig zu sein.
Autofahren ist ein großes Stück Lebensqualität. Denn, nur wer mobil ist, kann auch im Alter persönliche Kontakte selbst über größere Entfernungen hinweg pflegen. Das ist besonders für ältere Menschen sehr wichtig.
Individuelle Mobilität ist Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Fahreignung aus der Sicht des Gesetzgebers:

§ 2 Abs. 4 Straßenverkehrsgesetz (StVG):
"Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt..."

§ 315c Strafgesetzbuch (StGB):
"(1) Wer im Straßenverkehr ... ein Fahrzeug führt, obwohl er ... infolge geistiger oder körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, ... und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Fahreignung aus der Sicht der Gerichte:

Beschluss des VG Düsseldorf vom 13.03.2013, Az. 6 L 299/13


Nützliche Links zum Thema:

TV-Reportage "Verkehrsrisiko Opa" vom 6. Mai 2013 des ZDF aus der Reihe "45 Minuten" (43:44 Min.)

TV-Reportage "Achtung Opa! - Senioren am Steuer" des ZDF vom 26.08.2014 (27:39 Min.)

TV-Reportage "Einfach nicht zu Bremsen - Rentner am Steuer" des ZDF aus der Reihe 37° vom 26.01.2014 (28:16 Min.)

TV-Reportage "Senioren am Steuer" aus der Reihe "Jetzt mal ehrlich" des Bayerischen Fernsehens vom 26.05.2015 (44:26 Min.)

TV-Reportage "Sind Senioren am Steuer eine Gefahr? des Bayerischen Fernsehens vom 12.03.2015 (6:23 Min.)

TV-Reportage "Fahrtauglichkeitstests für Senioren?" des Bayerischen Rundfunks aus der Reihe "quer" vom 23.07.2015 (5:36 Min.)

TV-Reportage "Senioren am Steuer - Rentner als Verkehrsrisiko" SPIEGEL-TV Magazin vom 13.10.2012 (9:07 Min.)

Rundfunksendung "Senioren am Steuer" vom 06.04.2013 - Deutschlandradio Kultur

Sorge um ältere Autofahrer in der Familie

Fit und Auto-mobil: Hinweise für ältere Menschen und ihre Angehörigen zur Aufrechterhaltung einer sicheren Auto-Mobilität (PDF: 11,42 MB)

Senioren umgehen Fahrtüchtigkeitsfragen

Joel-Rayan ist tot - Tragödie in Hamburg

 

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